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Anti-Diät Tag: Yoga statt strikte Diät für mehr Wohlbefinden

Elvira Häusler, Yogalehrerin und Co-Founder The Yoga Affair über Yoga und Diäten zum Anti-Diät Tag am 6. Mai.

 

Am 6. Mai ist Anti-Diät Tag. Wie verträgt sich Yoga praktizieren und Diät halten zusammen?
Ich bin kein Fan von dubiosen Blitz-Diäten, deren einziges Ziel das Abnehmen ist. Der Schlüssel zu Gesundheit und Wohlbefinden liegt in der Regelmässigkeit und Ausgeglichenheit. Beides kann schwer mit einer Diät erreicht werden. Ich empfehle eher eine Kur nach ayurvedischem Prinzip, die den Körper ins Gleichgewicht bringt.

Gibt es eine Alternative zu einer strengen Diät?
Der Schlüssel zum Erfolg ist mit alten Mustern zu brechen und Gewohnheiten auf lange Sicht zu ändern. Ein sanfter Zugang zu einer Ernährungsumstellung ist meist viel nachhaltiger – gerade, wenn man Gewicht verlieren möchte. Mit Hilfe von unterschiedlichen Kuren wird der Körper von Giften und Säuren befreit. Ob man reine Saftkuren oder eher eine Brown Rice Diet bevorzugt ist ganz individuell.

Der Anti-Diät Tag wurde von einer britischen Journalistin eingeführt, die selber eine Magersucht durchlebte und sich vom Perfektionszwang befreien wollte. Inwiefern kann Yoga helfen mit sich selber im reinen zu sein?
Das ist ganz einfach: Beginne Yoga zu üben und du wirst deine ganz persönliche Reise ins tiefste Ich erleben. Diese Reise ist kein Zuckerschlecken, sondern erfordert viel Selbstdisziplin und harte Arbeit an uns selbst. Die konstante Arbeit mit dem eigenen Körper hilft, eine innere Ruhe zu bewahren. Hochs und Tiefs lernt man zu erkennen und zu akzeptieren. Mit dem Atem verbindet man sich mit dem inneren Selbst und lernt so auf sich selber zu hören und dem Herzen zu folgen.

Kann Yoga einen Diät-ähnlichen Effekt haben?
Vielleicht könnte man sagen, dass die „Yoga-Diät“ hilft, sich selbst und andere nicht mehr so ernst zu nehmen. In diesem Sinn lassen wir also unnötigen Ballast in Form von negativen Gedanken durch das Üben von Yoga hinter uns und wir fühlen uns leichter.

Gibt es Yoga-Übungen, die die Verdauung anregen und eine Entschlackung fördern?
Generell sind Asanas (Körperstellungen, die langsam und meditativ ausgeführt werden), die eine Drehung beinhalten sehr gut für eine Aktivierung der inneren Organe, insbesondere der Verdauungsorgane. Je nach Feinfühligkeit spüren manche von uns sehr schnell, dass „etwas in Gang kommt“. Somit empfiehlt es sich auch während Kuren viele Twists in die Praxis einzubauen.

Welche Ernährungsweise bevorzugst du, um ganzjährig gesund und fit zu sein?
Ich bin davon überzeugt, dass man alles essen darf, worauf man einen gesunden Appetit verspürt und bei dem man sich auch nach dem Verzehr gut fühlt. Yoga kann uns helfen, die Feinfühligkeit dafür zu gewinnen, was uns gut tut. Ich persönlich habe Slow Food für mich entdeckt - Lebensmittel aus der Region, aus der jeweiligen Jahreszeit bekommen mir am besten.

Was sind deine Lieblings-Yogaübungen, die man auch zu Hause nachmachen kann?
Meine liebste Yogapose ist die Sphinx aus der Yin Praxis. Dabei legen wir uns auf den Bauch, die Beine sind ausgestreckt. Die Stirn ruht auf dem Boden. Die Handflächen zeigen nach unten, die Unterarme berühren den Boden. Mit einer tiefen Einatmung heben wir Kopf und Brust leicht an. Der Bauchnabel bleibt am Boden. Wir atmen tief und bewusst ein und aus. Mit der Zeit spüren wir, wie sich der untere Rücken mehr und mehr entspannt, nahezu in die Matte schmilzt. Gleichzeitig stellen wir uns vor, dass wir unser Herz weit öffnen und nach vorne senden.

Diese Übung kann bis zu 4 Minuten gehalten werden und eignet sich wunderbar, nach einem stressvollen Tag wieder weich zu werden. Die Sphinx stärkt den unteren Rücken während sie gleichzeitig die inneren Organe stimuliert. Sie fördert die Durchblutung und baut Stress ab, indem sie unser Herz öffnet.

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